Lifestyle

THE BIG PLASTIC COUNT

. written by Dby Baumann
THE BIG PLASTIC COUNT

Ich war hässig. Da lagen zig Papierli und Plastik-Verpackungen vom Zvieri in unserem Garten verteilt - von unseren Menschenskindern und deren Freunde. Ich habe daraufhin ganz ehrlich rumgestänkert und rumgemotzt, war auch bizli fies und meinte, dass ich es fragwürdig fände, von jenen die bereits ein Handy besitzen, aber es nicht schaffen den Abfall im Abfalleimer zu entsorgen - o-ton so: "Wie wollt ihr so Verantwortung übernehmen?"

Bild Plastik Sammeln

Ok, ich war an diesem Tag per se bizli hässig und hab mich im Nachhinein für meine Gehässigkeit entschuldigt. Abends sprach ich mit unserem Ältesten nochmals über die Situation. Auch, dass es einfach grad viel war und ich meine Tage hätte. Er entschuldigte sich dann und meinte: Sorry Mama, ich wusste nicht, dass du deine Tage hast. Item.

Was mich so oder so hässig macht?

Die Schweiz liegt auf Platz 8 - Platz 8! weltweit! mit am meisten Einweg- und Plastikabfällen. Bedeutet: SchweizerInnen verbrauchen durchschnittlich 127kg Plastik pro Jahr, davon sind 43% Einwegartikel und Verpackungen. Rund 14'000 Tonnen Plastik gelangen jedes Jahr in Gewässer und Böden. Und wenn wir so weiter machen? So verdoppelt bis 2040 ja verdreifacht sich bis 2050 die weltweite Plastikproduktion. Deshalb: Mach mit bei «The Big Plastic Count». Nimm teil an der grössten Plastikzähl-Aktion der Schweiz vom 31. März bis 6. April.

Bild Plastiksack

Bild Einweg

Bild Plastikabfall

Bild Einwegplastik

Bild Plastic

Bild Tbpc

Und so funktionierts:
- Zähle: eine Woche lang jede Plastikverpackung, die du verbrauchst.
- Bekomme: einen Einblick in deinen persönlichen Plastik-Fussabdruck.
- Ziel: Bewusstsein für das Ausmass an Plastikmüll in unserem Alltag.

Anmelden kannst du dich hier:
thebigplasticcount.ch

Nach der Anmeldung erhältst du alle Anweisungen zur Teilnahme.

Bild Thebigplasticcount

Mit deiner Hilfe kann so Politik und Regierung überzeugt werden, echte Massnahmen zu ergreifen, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene.

Warum ist Plastik so problematisch? Plastik überschwemmt unseren Planeten, zerstört die Artenvielfalt und verschärft die Klimakrise. Plastik schadet während seines gesamten Lebenszyklus, von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung und zerfällt zu Mikroplastik, das überall ist: in den Ozeanen, den Flüssen und im Schnee in unseren Bergen. Mikroplastik findet man sogar in den Organen unseres Körpers. Plastik ist überall. Er wird aus Öl und Gas gewonnen und bedroht unsere Gesundheit.

Recycling wird das Problem nicht lösen. Deshalb muss die Plastikproduktion reduziert werden. Ziel der Kampagne ist es nicht nur, die Öffentlichkeit für die Abfallmengen an Plastik zu sensibilisieren, sondern ihr auch die Mittel an die Hand zu geben, um handeln zu können, insbesondere indem sie die Politik anspricht. Earth Action For Impact wird die von allen Teilnehmer:innen übermittelten Daten analysieren und die Ergebnisse im Frühjahr dem Parlament vorstellen, um sie auf die aktuell unzureichenden Massnahmen aufmerksam zu machen.

The Big Plastic Count ist eine Zusammenarbeit zwischen Greenpeace Schweiz, EPFL, Plastic Free Campus, Gallifrey Foundation und Earth Action.Bild Noplanetb

Bild Flower

Weil wir alle hier auf dieser Erde
Mieterinnen und Mieter sind…

HAPPY TUESDAY

Bild Together

PS: In verschiedenen Städten in der Schweiz gibt es bereits diverse Plastik-Sammel-Systeme. Wir sammeln und trennen schon seit Jahren Plastikabfall vom normalen Abfall. Dennoch es braucht mehr weshalb auch wir bei the big plastic count mitmachen werden.